von Alfons Wieber

Turnusgemäß tagte der Speckswinkeler Ortsbeirat am 3. September im „Zollhof“ unter dem Vorsitz von Ortsvorsteher Karl Stehl
Dazu konnte er auch Bürgermeister Thomas Groll, Ersten Stadtrat Wolfram Ellenberg und Stadträtin Anita Ochs begrüßen.
Am Beginn der Zusammenkunft standen Ausführungen des Bürgermeisters über aktuelle Themen mit Bezug zum Stadtteil Speckswinkel.
Groll teilte zunächst mit, dass die Sanierungsarbeiten an der Fassade des „Zollhofes“ bis auf einige kleinere Arbeiten abgeschlossen seien. Das Gerüst werde in Kürze abgebaut. Erfreulich sei, dass der Kostenrahmen von 70.000 Euro eingehalten werden konnte.


Thomas Groll gab außerdem bekannt, dass am 17. Sept. im Dorfgemeinschaftshaus von Momberg eine Veranstaltung zum Weiterbau der A 49 stattfindet. An diesem Abend wird über den aktuellen Sachstand und den Zeitplan informiert.
Ausführlich beschäftigte sich der Bürgermeister in seinem Bericht mit der zukünftigen Wasserversorgung der Stadtteile. Gegenwärtig werde ein Gutachten erstellt, das Auskunft über den kaufmännisch zu ermittelnden Wasserpreis bei fortbestehender Eigenversorgung geben solle. Das Zahlenwerk soll vom beauftragten Büro Mitte November den Amts- und Mandatsträgern aus Stadtverordnetenversammlung, Magistrat und Ortsbeiräten vorgestellt werden. Außerdem habe die Stadt die Gespräche mit dem Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke wieder aufgenommen. „Für mich stehen bei diesem Thema die Punkte Versorgungssicherheit und Wasserpreis im Mittelpunkt. Man muss objektiv und ohne Emotionen an die Sache herangehen. Wenn wir alle Informationen zusammengetragen haben, gilt es, diese zu bewerten und zu fragen, was am besten für Kommune und Bürgerschaft ist“, so der Bürgermeister.


Anschließend ging Ortsvorsteher Karl Stehl auf einige aktuelle Punkte ein. Er berichtete zunächst davon, dass der städtische Bauhof beim Dorfteich ein Rohr zwischen den beiden Teichen entfernt habe. In Kürze solle die beauftragte Firma den Überlauf herstellen und eine Brücke errichten. Die Maßnahme, so Karl Stehl, trage dazu bei, dass die Attraktivität des Dorfteiches noch weiter erhöht werde. Das Vorhaben wird mit LEADER-Mitteln gefördert und im Rahmen des „Neustädter Naturportals“ umgesetzt. Der Ortsvorsteher hofft, dass in Kürze auch noch die Wegesituation um den Dorfteich verbessert werden kann. Bürgermeister Thomas Groll stellte dazu fest, dass dieses Vorhaben nach Möglichkeit im Rahmen der Dorfentwicklungsmaßnahme umgesetzt werden könne. Ob dies bereits in 2019 möglich sei, werde sich in den kommenden Monaten ergeben. Der Ortsvorsteher ging auch auf die durch einen Großbrand verursachten Schäden am Friedhof ein. Die versicherungstechnische Abwicklung scheint nunmehr soweit fortgeschritten zu sein, dass demnächst mit der Entfernung der verbrannten Bäume und Hecken begonnen werden könne und Neuanpflanzungen möglich seien. Karl Stehl berichtete außerdem, dass einige Bürger die Ausleuchtung durch die neuen LED-Straßenlampen als unzureichend befänden. Dies, so Bürgermeister Thomas Groll, sei bei einer Umstellung auf LED-Technik immer wieder der Fall. Die subjektive Wahrnehmung unterscheide sich hier oft von den objektiven Gegebenheiten. Auch sei festzustellen, dass der Abstand zwischen den Lampenmasten nicht immer ideal sei. Eine Verbesserung erfolge hier zumeist bei der Sanierung von Straßen.


Der Ortsbeirat befasste sich darüber hinaus mit den Ansätzen für das Haushaltsjahr 2019. Für Speckswinkel wird beispielsweise ein neuer Rasenmäher für die kommunalen Grünflächen benötigt. Auch erhoffen sich die Speckswinkeler von der Kommune einen Zuschuss für den Ausbau des Naturlehrpfades. Angeregt wurde auch die Sanierung eines kurzen Teilstückes beim Verbindungsweg Wilhelmshöhe – Lindenstraße. Als dringend notwendig empfanden die Ortsbeiratsmitglieder den Bau einer Treppe mit Beleuchtung vom Parkplatz der Grillhütte zum Grillplatz. Der Ortsvorsteher wird die Wünsche dem Magistrat mitteilen und dieser sie in die Haushaltsberatungen für das kommende Jahr einbeziehen.

Bürgermeister Thomas Groll berichtete anschließend noch über den Sachstand der Dorfentwicklungsmaßnahme. Sowohl in der Lenkungsgruppe als auch beim dritten Forum wurde sich auf drei Großprojekte verständigt: Ein Gutachten über die Revitalisierung der Ortsmitte von Speckswinkel, den Umbau/die Umnutzung des alten Kindergartens im Stadtteil Momberg und -gemeinsam mit der evangelischen Kirche- eine Sanierung/Erweiterung des dortigen Gemeindehauses. Die Projekte gelte es jetzt auszuformulieren und im Gespräch mit der WIBank zu klären, inwieweit sie förderfähig seien. Vom Gutachten für Speckswinkel erhofft sich der Bürgermeister wichtige Erkenntnisse für das weitere Vorgehen. Das Gutachten soll auch als Gesprächsgrundlage mit dem Landesamt für Denkmalpflege dienen. Der Bürgermeister vertrat die Auffassung, dass nicht zwangsweise jedes alte Gebäude erhalten werden müsse und dass es manchmal besser sei, wenn der Bagger komme, als wenn ein „Schandfleck“ inmitten eines Ortes stünde. Thomas Groll geht davon aus, dass in Speckswinkel auch die Wegeverbesserung um den Teich und die Arbeiten am Dorfplatz über das Programm gefördert werden könnten. Wichtig sei außerdem, dass private Maßnahmen im Fördergebiet, welches im Wesentlichen dem alten Ortskern entsprechen dürfte, mit maximal 35.000 Euro gefördert werden können.
Unter dem Punkt „Verschiedenes“ berichtete Karl Stehl, dass erfreulicherweise im „Weinberger Grund“ gegenwärtig eine rege Bautätigkeit zu beobachten sei und die Erweiterung des Baugebietes gut angenommen werde.

Bild 1129: Die Beseitigung der durch den Großbrand verursachten Schäden am Rand des Friedhofs soll demnächst in Angriff genommen werden.
Bild 1276: Am vergangenen Montag tagte der Speckswinkeler Ortsbeirat im kleinen Saal des Zollhofs.
(Fotos: A. Wieber)


 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen